Arbeitgeber: Schüler brauchen bessere Berufsorientierung

Der Arbeitgeberverband BDA hat an die Schulen appelliert, in enger Kooperation mit Unternehmen den Schülern eine bessere #Berufsorientierung zu ermöglichen. Nachdem es heute mehr #Ausbildungsplätze als Bewerber gebe, sollten die Schulen dabei helfen, Fehlsteuerungen der Schüler in der Ausbildung zu vermeiden, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der Deutschen Presse-Agentur.
Arbeitgeber: Schüler brauchen bessere Berufsorientierung

«Wenn wir die Berufsorientierung in Kooperation mit den Schulen in einem ganz frühen Stadium deutlich verbessern, dann vergeuden wir nicht mehr die Ressourcen, wie wir dies heute noch tun.»

Die Hälfte der Jugendlichen fühle sich nicht ausreichend über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert. «Wir bieten den Schulen bundesweit enge Kooperationen an», sagte Kramer. Und er fügte hinzu: «Wir können jeder Schule, die ein Patenunternehmen haben möchte, eines vermitteln.» Im übrigen müsse man auch an Gymnasien Berufsbilder mit einer Lehre bewerben. Es gelte, die zahlreichen Fälle von Studienabbrechern zu vermeiden, die nach einigen Semestern kaum mehr den Mut fänden, einen neuen Lehrberuf anzufangen. «Diese Fehlentwicklung in den Griff zu kriegen, ist heute die Aufgabe einer Nahtstelle zwischen Wirtschaft und Schule.»

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Bosch: Digitaler Wandel kann auch neue Jobs schaffen

#Automatisierung und #Digitalisierung in den Fabriken kann nach Einschätzung der #Technologie-Branche auch #Jobs sichern - und sogar neue entstehen lassen. «Je mehr Technik es in einer #Fabrik gibt, desto mehr hoch qualifizierte Leute braucht man, die die Systeme betreuen, warten und Verbesserungen einsteuern», sagt der Bosch-Ingenieur Stefan Aßmann, der bei dem Konzern die Sparte Connected Industry - vernetzte #Industrien - leitet. Skeptiker befürchten dagegen, dass der Trend zu immer selbstständigeren Robotern künftig #Arbeitsplätze kosten wird.
Bosch: Digitaler Wandel kann auch neue Jobs schaffen

«Wir haben in einem Werk untersucht, wie der Personalstand heute ist und wie er in fünf oder zehn Jahren aussehen wird. Das Beruhigende war: Es gibt eher mehr Bedarf an hoch qualifizierten Technikern», sagte Aßmann. «Wir sehen nicht die menschenleere Fabrik, sondern es gibt eher Technologie, die den Menschen hilft, die Maschinen besser am Laufen zu halten.»

Bereits heute beschäftigen sich den Angaben zufolge bei Bosch rund 20 000 Entwickler mit Software. Beinahe jede zweite ausgeschriebene Stelle habe derzeit einen Bezug dazu. Das Unternehmen rechne zudem bis 2020 mit einer Milliarde Euro an zusätzlichen Ersparnissen sowie einer weiteren Milliarde Euro an zusätzlichem Umsatz.

Es gibt nach wie vor aber auch viele kritische Stimmen an der fortschreitenden Digitalisierung der Produktion - nicht nur aus dem Gewerkschaftslager. So hatte etwa die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, erst Anfang April vor den Folgen der zunehmenden Automatisierung auf dem Arbeitsmarkt gewarnt. «Die technologischen Veränderungen, die wir im Moment sehen, stellen eine echte Herausforderung dar», sagte sie in Berlin.

Fast alle Berufe würden sich künftig durch Innovationen wie Robotertechnik und künstliche Intelligenz ändern. Regierungen müssten weltweit dafür sorgen, dass aber auch neue Chancen für alle entstünden - und nicht nur traditionelle Jobs wegfielen. «Exzessive Ungleichheit ist unvereinbar mit stabilem Wachstum», meinte Lagarde.

Aßmann räumte ein, dass es «repetitive Tätigkeiten» gebe, die schon in den vergangenen Jahrzehnten durch Automatisierung wegrationalisiert worden seien - «das gab es und das wird es weiterhin geben». Grundsätzlich gelte aber: Vernetzung führe zu mehr Produktivität in Unternehmen und stärke die Wettbewerbsfähigkeit.

Beim Stillstand einer Maschine sei früher bis zur Reparatur eine gewisse Zeit vergangen. «Heute sind unsere Mitarbeiter mit Tablet oder Smartphone in der Werkstatt und bekommen dort schon eine SMS von der Maschine, was passiert ist und wie das Problem zu beheben ist», sagte der Ingenieur. Falls eine Maschine ein Ersatzteil benötige, scanne der Mitarbeiter nur noch den entsprechenden Barcode ein. Das Teil werde online bestellt. «Die Unterstützung des Menschen – und die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine - ist schon Normalität.»

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Verantwortung, Flexibilität und neue Freiräume

Passt das Job-Profil nicht zum Naturell eines Arbeitnehmers, leidet die Arbeitszufriedenheit. Der Unterschied in der Zufriedenheit gegenüber einem Job, bei dem Verantwortung, Autonomie, Arbeitszeitregelungen und Homeoffice-Möglichkeiten den individuellen Präferenzen entsprechen, ist etwa vergleichbar mit dem Unterschied in der Lebenszufriedenheit zwischen Erwerbstätigen und Arbeitslosen. Das ist ein erstes Ergebnis der Studie »Arbeiten in Deutschland«, die das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) und die XING AG jetzt in Berlin vorgestellt haben.
Verantwortung, Flexibilität und neue Freiräume

Zu den Folgen der Digitalisierung, die mit ihren verschiedenen Facetten den Wandel der Arbeitswelt vorantreibt, zählen die zunehmende Verlagerung unternehmerischer Risiken auf Arbeitnehmer und ein wachsender Qualifikationsdruck. Dadurch entstehen sowohl Chancen durch mehr Entscheidungs-spielräume als auch Gefahren durch Überforderung.

Wie sieht die arbeitende Bevölkerung in Deutschland vor diesem Hintergrund ihre Zukunft? Zu dieser drängenden Frage unserer Zeit haben das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) und die XING AG unter dem Titel »Arbeiten in Deutschland« eine breit angelegte Studie mit mehr als 8.000 befragten Personen auf den Weg gebracht. Erste Ergebnisse wurden jetzt im Rahmen der New Work Experience (NWX) in Berlin vorgestellt.

Flexibles Arbeiten inzwischen weit verbreitet

Zunächst zeigt die Auswertung ein hohes Maß an individuellen Freiräumen bei den abhängig Beschäftigten. Unter den befragten Arbeitnehmern haben 21% keine festen Arbeitszeiten, 32% können zumindest teilweise mobil oder im Homeoffice arbeiten, 72% tragen nach eigener Einschätzung ein hohes Maß an Verantwortung, und 60% können den Ablauf ihrer Arbeit grundsätzlich selbst bestimmen. Wer mehr zeitliche und räumliche Flexibilität, mehr Verantwortung und mehr Autonomie hat, ist im Durchschnitt auch zufriedener mit dem Job.

Die moderne Arbeitswelt kommt also den Wünschen vieler Menschen entgegen. Dennoch bleibt ein nicht zu vernachlässigender Anteil von Beschäftigten, die feste Strukturen und Vorgaben in ihrem Job bevorzugen und sich von »weicheren« Vorgaben eher herausgefordert oder sogar überfordert fühlen. Mehr Freiräume entsprechen also nicht dem Naturell aller Menschen, was sich auf die Arbeitszufriedenheit auswirkt.

Das Beispiel der Verantwortungsdelegation verdeutlicht diesen Zusammenhang: 57% der abhängig Beschäftigten tragen viel Verantwortung und fühlen sich damit wohl. 19% tragen wenig Verantwortung und sind damit ebenfalls zufrieden bzw. finden sich damit ab, da ihr Job in dieser Hinsicht keine Veränderung erlaubt. Für diese beiden Gruppen entspricht also das ihnen übertragene Ausmaß an Verantwortung - ob viel oder wenig - dem jeweiligen Naturell.

Mehr Freiheit im Job macht nicht immer glücklich

Allerdings sind 15% der Beschäftigten mit ihrer hohen Verantwortung unzufrieden, während 9% nach eigener Einschätzung wenig Verantwortung tragen und gerne mehr hätten. Bei jedem vierten Beschäftigten passt also das tatsächliche nicht zum gewünschten Maß an Verantwortung.

Ähnlich verhält es sich mit Arbeitszeitflexibilität und Autonomie, wo bei 23% bzw. 25% der Beschäftigten das vorhandene Ausmaß nicht den individuellen Präferenzen entspricht. Die Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten oder Homeoffice kommen sogar zu 55% nicht den Wünschen der Arbeitnehmer nach.

In diesen Fällen liegt also ein »Mismatch« zwischen Job-Profil und individuellen Präferenzen vor, der sich in einer deutlich geringeren Arbeitszufriedenheit ausdrückt: Auf einer 5-Punkte-Zufriedenheitsskala macht es im Durchschnitt einen ganzen Punkt aus, ob jemand gerne oder ungerne flexibel arbeitet. Diese Diskrepanz entspricht etwa dem in anderen Studien gemessenen Unterschied in der Lebenszufriedenheit zwischen Erwerbstätigen und Arbeitslosen - nach Einschätzung der Forscher ein »alarmierendes Ergebnis«.

Bedürfnisse der Arbeitnehmer stärker berücksichtigen

Die allgemeine Arbeitszufriedenheit hängt also nicht allein von den Eigenschaften des Arbeitsplatzes ab, sondern auch davon, wie sehr diese Eigenschaften den Präferenzen des jeweiligen Arbeitnehmers entsprechen. Beschäftigte mit engen Vorgaben und wenig Verantwortung können grundsätzlich genauso zufrieden mit ihrer Arbeit sein wie Arbeitnehmer mit viel Flexibilität und viel Verantwortung.

Thomas Vollmoeller, CEO der XING AG: »Die neue Arbeitswelt bedeutet Chance und Herausforderung zugleich. Unsere gemeinsame Studie zeigt eindrücklich, wie anspruchsvoll Recruiting und Personalentwicklung im deutschsprachigen Raum geworden sind. Arbeitgeber müssen heute verstärkt darauf achten, dass Stellenprofile auch in Aspekten wie Flexibilität, Verantwortung und Autonomie zu den individuellen Präferenzen der Kandidaten passen. Coaching- und Mentoring-Angebote werden immer wichtiger und bieten sich in der Praxis an, wenn etwa einem Arbeitnehmer mehr Verantwortung oder Autonomie übertragen werden soll.«

Prof. Dr. Hilmar Schneider, Leiter des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA): »Der Trend zu mehr Verantwortung, Flexibilität und Autonomie ist nicht pauschal als positiv oder negativ zu bewerten. Unsere Ergebnisse zeigen: In der Arbeitswelt der Zukunft mit immer vielfältigeren Erwerbsformen und Tätigkeitsprofilen wird es noch mehr als bislang darauf ankommen, dass die Ausgestaltung des Jobs zu den individuellen Wünschen und Bedürfnissen passt.«

Gastgewerbe

#Hotels, #Kneipen und #Restaurants in #Deutschland haben im Februar schlechtere #Geschäfte gemacht als im Vorjahr. Der Umsatz des Gastgewerbes sank binnen Jahresfrist preisbereinigt (real) um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Gastgewerbe

Nominal - also zu aktuellen Preisen - waren es 0,3 Prozent weniger. Sowohl Beherbergungsbetriebe als auch die #Gastronomie verzeichneten einen Rückgang. In der Statistik werden Betriebe ab 150.000 Euro Jahresumsatz erfasst.

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Firmenpleiten: Start-up-Verband fordert «Kultur der zweiten Chance»

Der Bundesverband Deutsche #Startups fordert mehr gesellschaftliche Akzeptanz für #Firmenpleiten. «Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns in Deutschland oder wenn man es optimistischer formulieren möchte: Eine Kultur der zweiten Chance», teilte der Verband in Berlin mit. In der Start-up-Szene werde Scheitern bereits als wertvoller Erfahrungsvorsprung verstanden. «Verlässt man allerdings dieses Ökosystem, trifft man immer noch häufig auf Stigmatisierung.»
Firmenpleiten: Start-up-Verband fordert «Kultur der zweiten Chance»

Als ein Konzept für mehr Mut rund ums Scheitern gelten sogenannte Fuck-up-Nights, bei denen Unternehmer zum Beispiel in Bars oder Clubs von ihren Firmenpleiten berichten. Das vor Jahren in Mexiko entstandene Konzept ist immer häufiger in deutschen Städten zu finden, zuletzt etwa im brandenburgischen Cottbus. Mehrere Redner sprechen dabei nacheinander von ihren gescheiterten Firmen und antworten auf Fragen aus dem Publikum. Fuck up heißt übersetzt ungefähr so viel wie etwas versauen oder Mist bauen.

In Deutschland sind die Zahlen der Firmeninsolvenzen rückläufig. Laut Statistischem Bundesamt gab es im vergangenen Jahr 21.518 Firmenpleiten, 2015 noch 23 101.

Die Unternehmensgruppe Creditreform zählt in einer Analyse zu Insolvenzen 2016 risikobehaftete Branchen in einer Top-Ten-Liste auf. An erster Stelle stehen dort Umzugstransporte, gefolgt von Bars, Post- und Kurierdiensten sowie Detekteien. Auch Diskotheken, Restaurants und Cafés sind darunter.

Die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel geht für 2017 weiter von einem Rückgang bei Firmenpleiten aus. Am Jahresende könnte die Zahl etwa bei rund 21 000 liegen, heißt es. Zu den gefährdeten Branchen zählt Bürgel den Textilhandel wegen Konkurrenz aus dem Internet und die Bereiche Logistik sowie Baugewerbe wegen hoher Kosten und Wettbewerbsdruck.

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Steigende Buchungszahlen: Sonnige Aussichten für die Reisebranche?

Das Sommerreisegeschäft läuft auf Hochtouren - zur Freude der #Tourismusbranche. Hatten im Frühjahr 2016 viele Urlauber wegen der Anschläge in Paris, Istanbul und Brüssel mit #Buchungen lange gezögert, melden Tui und Co. nun eine steigende Nachfrage nach Urlaubsreisen.
Steigende Buchungszahlen: Sonnige Aussichten für die Reisebranche?

«Die Lust der Urlauber, diesen Sommer ins Ausland zu reisen, ist in allen unseren Märkten gut, trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit», berichtete Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser jüngst bei der Vorlage der Quartalsbilanz. Die Buchungen für den Sommer lägen derzeit insgesamt zehn Prozent höher als vor einem Jahr. Auch der weltgrößte Reisekonzern Tui und DER Touristik berichten von einer wachsenden Nachfrage.

Nach Einschätzung der GfK-Konsumforscher stehen die Chancen gut, dass die diesjährige Sommersaison besser als die vorherige ausfällt. Bis einschließlich März lag der Umsatz der klassischen Reisebüros für die schönsten Wochen des Jahres zusammengerechnet 5 Prozent über dem schwachen Vorjahr.

Ende März waren bereits 64 Prozent der Sommerbuchungen des Vorjahres erreicht, wichtige Wochen insbesondere im Last-Minute-Geschäft stehen aber noch aus. «Der Juli ist ein wichtiger Buchungsmonat, weil sich dann Kurzentschlossene entscheiden», sagt GfK-Tourismusexpertin Dörte Nordbeck.

Ob die Branche an das Rekordjahr 2015 anknüpfen kann, lässt sich derzeit aber noch nicht absehen. Der Branchenverband DRV rechnete zuletzt im Gesamtjahr mit einem moderaten Plus gegenüber 2016.

Gefragt ist diesen Sommer vor allem Griechenland mit bisher hohen zweistelligen Buchungszuwächsen in den Reisebüros. Schon vergangenes Jahr profitierte das Land davon, dass viele Sonnenhungrige nach Anschlägen und politischen Turbulenzen die Türkei mieden.

Auch aktuell halten sich Urlauber mit Buchungen für das Land am Bosporus zurück. «Derzeit liegen wir für 2017 unter den vergleichbaren Vorjahreswerten für die Türkei», heißt es beispielsweise bei DER Touristik.

Insgesamt ist der Veranstalter mit den Marken ITS, Jahn Reisen, Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen zufrieden mit den Buchungen. «Über alle Zielgebiete liegen die Eingänge für den Sommer 2017 einstellig im Plus», sagt René Herzog, Chef der DER Touristik Zentraleuropa.

Ungebrochen ist die Beliebtheit Spaniens bei deutschen Urlaubern. Seit Jahren steht das Land auf Platz eins der begehrtesten Reiseziele im Ausland. Auch Urlaub im eigenen Land ist Veranstaltern zufolge gefragt. Im vergangenen Jahr war Deutschland mit einem Marktanteil von 30 Prozent das beliebteste Ziel der Bundesbürger für Trips von mindestens fünf Tagen. Indes profitieren Reiseprofis weniger davon, weil viele Urlauber Anreise und Unterkunft im eigenen Land selbst buchen.

Ein Comeback erlebte zuletzt Ägypten, nachdem 2016 nur noch knapp 654 000 deutsche Gäste gekommen waren. Die Nachfrage habe sich erholt, berichtet GfK-Expertin Nordbeck. Welche Folgen die jüngsten Terrorangriffe auf die christliche Minderheit in dem Land haben, bei denen mehr als 40 Menschen getötet und 110 verletzt wurden, ist noch unklar.

Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) kommt in der Reiseanalyse 2017 zu dem Ergebnis: «Terror wirkt auf die Reise-Zielwahl und das Reiseverhalten, dämpft aber nicht die allgemeine Reiselust.»

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Gute Konjunktur im Handwerk freut Betriebe und ärgert Kunden

Arbeiten am Haus oder im Garten, ein neues Dach, eine neue Garage - wer derzeit ein solches Projekt vor hat, sollte früh mit der Planung beginnen. Weil es im #Handwerk so gut läuft wie lange nicht mehr, kommen viele #Betriebe mit dem Abarbeiten ihrer #Aufträge nicht mehr hinterher. Das bedeutet lange Wartezeiten und häufig Frust bei den Kunden.
Gute Konjunktur im Handwerk freut Betriebe und ärgert Kunden

«Das Handwerk blickt auf ein Rekordjahr 2016 zurück», heißt es im jüngsten Konjunkturbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Das Geschäftsklima sei so gut wie noch nie. 94 Prozent der vom Verband befragten Betriebe gaben an, dass die Geschäfte gut oder zumindest zufriedenstellend liefen. Neben den Lebensmittelbetrieben profitierten vor allem das Ausbau- und Baugewerke von der guten Konjunktur. Die Umsätze steigen seit Jahren, auch wenn aktuelle Zahlen für 2016 dem ZDH noch nicht vorliegen. Doch was die Betriebe freut, ist für die Kunden häufig ein Ärgernis.

Vor allem bei Bau- und Ausbauarbeiten müssten sie derzeit bis zu zehn Wochen auf einen Termin warten, sagt ein ZDH-Sprecher. «Bei Baumaßnahmen sollte man deswegen spätestens drei Monate vor dem Termin den Betrieb kontaktieren», rät er. Und bei Notfällen? «Kleine Aufträge oder Nothilfen werden auch kurzfristig erledigt.»

Ähnliche Angaben machen die Handwerkskammern in Berlin und München. In der Hauptstadt liegt die Wartezeit im Baugewerbe ebenfalls bei rund zehn, in München bei mehr als acht Wochen. «Die Auftragsbücher werden immer dicker», sagt auch Karl Brenke, Konjunktur-Referent beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). «Das liegt vor allem am wachsenden Sanierungs- und Wohnungsbedarf.»

So wird in den Ballungszentren dank des Immobilienbooms viel gebaut. Deutschlandweit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im vergangenen Jahr um rund 60 000 auf knapp 375 600. Nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Sanierungen zeigt der Trend nach oben, wie aus Angaben des Statistischen Bundesamts hervorgeht. «Viele Hausbesitzer und Hausbauer investieren lieber in eine energetische Sanierung, anstatt ihr Kapital zu Nullzinsen zu parken», schreibt die Berliner Handwerkskammer in ihrem aktuellen Frühjahrsbericht.

«Das führt natürlich dazu, dass Kunden derzeit zum Teil sehr lange auf ihren Termin warten müssen», sagt DIW-Experte Brenke. Er geht zudem davon aus, dass die Preise deutlich steigen werden. «Denn gleichzeitig nimmt die Zahl der Betriebe gerade im Baubereich immer weiter ab.»

Das liegt aus Brenkes Sicht zum einen daran, dass ausscheidende Betriebe keinen Nachfolger finden. «Zudem werden Lehrlinge gerade im baunahen Bereich knapper, etwa bei den Heizungsbauern.» Das sei dem demografischen Wandel geschuldet sowie dem Umstand, dass ein wachsender Teil der Jugendlichen ein Studium anpeile.

Auch der ZDH sieht Fachkräftemangel in der gesamten Handwerkerschaft als eine Ursache der langen Wartezeiten. «Die Betriebe suchen händeringend nach Personal, um ihre hohen Auftragsbestände abarbeiten zu können.» Hätten die Betriebe genügend #Fachkräfte und #Auszubildende beschäftigen können, wäre 2016 ein noch höheres Wachstum möglich gewesen, so der Verband.

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Umwandlungen von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verdoppelt

Mit der Einführung des Mindestlohns im Januar 2015 ist die Zahl der Minijobs saisonbereinigt um 125.000 zurückgegangen. Der Rückgang wurde jedoch teilweise durch eine verstärkte Umwandlung von #Minijobs in sozialversicherungspflichtige #Beschäftigung ausgeglichen. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Zahl der umgewandelten Minijobs verdoppelt. Ein Teil dieser Umwandlungen hat dabei andere #Stellen ersetzt. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für #Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die am 19. April veröffentlicht wurde.
Umwandlungen von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verdoppelt

Im Januar 2015, unmittelbar nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, lag die Zahl der Umwandlungen bei fast 110.000, und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (53.000). Dabei wurden verstärkt Minijobs von Frauen, Älteren, Ostdeutschen sowie von Beschäftigten in mittelgroßen Betrieben in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt. Stark überdurchschnittlich waren die Umwandlungen außerdem in den Wirtschaftsabschnitten »Verkehr und Lagerei« sowie »Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen«.

In Betrieben mit relativ vielen Minijobs wurden diese nicht nur häufiger umgewandelt, in ihnen endeten auch tendenziell mehr geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Zudem wurden in ihnen weniger neue Minijobs geschaffen. Die Zahl der Umwandlungen selbst hatte keinen zusätzlichen Effekt auf den Abbau der geringfügigen Beschäftigung im Betrieb. Allerdings gab es bei mehr umgewandelten Minijobs in einem Betrieb auch mehr Abgänge aus sozialversicherungspflichtigen Jobs. »Etwas weniger als die Hälfte der Umwandlungen bedeuten zusätzliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigung«, so die IAB-Forscher Philipp vom Berge und Enzo Weber.

Die im Zuge der Mindestlohneinführung umgewandelten Beschäftigungsverhältnisse waren bislang nicht weniger stabil als solche in der Vergangenheit: »Es stellt sich heraus, dass sich die Stabilität der umgewandelten Beschäftigungsverhältnisse im Vergleich zu den beiden Vorjahren sogar etwas erhöht hat«, schreiben vom Berge und Weber.

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Hannover Messe - Leitthema vernetzte Industrie

Im 70. Jahr ihres Bestehens hat die Hannover Messe nach Ansicht der Organisatoren ihr Alleinstellungsmerkmal im Thema vernetzte #Industrie 4.0 gefunden. «Das Messe-Gelände ist voll, wir sind quasi ausgebucht», sagte #Messe-Chef Jochen Köckler wenige Tage vor Eröffnung der Messe (24. bis 28. April) der Deutschen Presse-Agentur. 2011 wurde vernetzte #Industrie erstmals zum Thema erhoben.
Hannover Messe - Leitthema vernetzte Industrie

Insgesamt kommen mehr als 6000 #Aussteller nach #Hannover. Der Erfolg aus dem Vorjahr, als der damalige Präsident Barack Obama aus dem Partnerland USA anreiste, halle noch nach, sagte Köckler: «Wir haben diesmal 150 US-Aussteller - da sprechen wir wirklich von großer Nachhaltigkeit.» Diesmal sei mit Polen ein wichtiges und innovatives europäisches Land Partner der Messe, die immer politischer werde.

Parallel zur Suche nach neuen Geschäftsmodellen gehe es angesichts der angespannten Lage in vielen Exportländern zunehmend um politische Orientierung. «Wir spüren auch einen großen Bedarf der Unternehmer, hier auf der Hannover Messe zu diskutieren, was in den einzelnen Märkten passiert - wir sind da ein Stück weit auch ein wenig das Davos der Industrie geworden», sagte der Messe-Chef in Anspielung auf das Weltwirtschaftsforum in dem Schweizer Bergort. Das werde auf der Veranstaltung durch die hohe Zahl an Politikern widergespiegelt.

China sei von Ausstellerzahl und gebuchter Fläche her das zweitgrößte Ausstellerland nach Deutschland bei der fünftägigen Veranstaltung. Ein Trend sind selbstlernende Roboter, die hinter dem Schutzzaun hervorkommen und partnerschaftlich mit Menschen arbeiten. Die als weltgrößte Industrieschau geltende Messe ist Tummelplatz für alle wichtigen Akteure aus der IT, #Elektrotechnik und #Maschinenbau.

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Job-Profil: Verantwortung, Flexibilität und neue Freiräume

Passt das #Job-Profil nicht zum Naturell eines Arbeitnehmers, leidet die Arbeitszufriedenheit. Der Unterschied in der Zufriedenheit gegenüber einem Job, bei dem Verantwortung, Autonomie, Arbeitszeitregelungen und Homeoffice-Möglichkeiten den individuellen Präferenzen entsprechen, ist etwa vergleichbar mit dem Unterschied in der Lebenszufriedenheit zwischen Erwerbstätigen und Arbeitslosen. Das ist ein erstes Ergebnis der Studie »Arbeiten in Deutschland«, die das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) und die XING AG jetzt in Berlin vorgestellt haben.
Job-Profil: Verantwortung, Flexibilität und neue Freiräume

Zu den Folgen der Digitalisierung, die mit ihren verschiedenen Facetten den Wandel der #Arbeitswelt vorantreibt, zählen die zunehmende Verlagerung unternehmerischer Risiken auf #Arbeitnehmer und ein wachsender Qualifikationsdruck. Dadurch entstehen sowohl Chancen durch mehr Entscheidungsspielräume als auch Gefahren durch Überforderung.

Wie sieht die arbeitende Bevölkerung in Deutschland vor diesem Hintergrund ihre Zukunft? Zu dieser drängenden Frage unserer Zeit haben das Institut zur Zukunft der #Arbeit (IZA) und die XING AG unter dem Titel »Arbeiten in Deutschland« eine breit angelegte Studie mit mehr als 8.000 befragten Personen auf den Weg gebracht. Erste Ergebnisse wurden jetzt im Rahmen der New Work Experience (NWX) in Berlin vorgestellt.

Flexibles Arbeiten inzwischen weit verbreitet

Zunächst zeigt die Auswertung ein hohes Maß an individuellen Freiräumen bei den abhängig Beschäftigten. Unter den befragten Arbeitnehmern haben 21% keine festen Arbeitszeiten, 32% können zumindest teilweise mobil oder im #Homeoffice arbeiten, 72% tragen nach eigener Einschätzung ein hohes Maß an Verantwortung, und 60% können den Ablauf ihrer Arbeit grundsätzlich selbst bestimmen. Wer mehr zeitliche und räumliche Flexibilität, mehr Verantwortung und mehr Autonomie hat, ist im Durchschnitt auch zufriedener mit dem Job.

Die moderne Arbeitswelt kommt also den Wünschen vieler Menschen entgegen. Dennoch bleibt ein nicht zu vernachlässigender Anteil von Beschäftigten, die feste Strukturen und Vorgaben in ihrem Job bevorzugen und sich von »weicheren« Vorgaben eher herausgefordert oder sogar überfordert fühlen. Mehr Freiräume entsprechen also nicht dem Naturell aller Menschen, was sich auf die Arbeitszufriedenheit auswirkt.

Das Beispiel der Verantwortungsdelegation verdeutlicht diesen Zusammenhang: 57% der abhängig Beschäftigten tragen viel Verantwortung und fühlen sich damit wohl. 19% tragen wenig Verantwortung und sind damit ebenfalls zufrieden bzw. finden sich damit ab, da ihr Job in dieser Hinsicht keine Veränderung erlaubt. Für diese beiden Gruppen entspricht also das ihnen übertragene Ausmaß an Verantwortung - ob viel oder wenig - dem jeweiligen Naturell.

Mehr Freiheit im Job macht nicht immer glücklich

Allerdings sind 15% der Beschäftigten mit ihrer hohen Verantwortung unzufrieden, während 9% nach eigener Einschätzung wenig Verantwortung tragen und gerne mehr hätten. Bei jedem vierten Beschäftigten passt also das tatsächliche nicht zum gewünschten Maß an Verantwortung.

Ähnlich verhält es sich mit Arbeitszeitflexibilität und Autonomie, wo bei 23% bzw. 25% der Beschäftigten das vorhandene Ausmaß nicht den individuellen Präferenzen entspricht. Die Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten oder Homeoffice kommen sogar zu 55% nicht den Wünschen der Arbeitnehmer nach.

In diesen Fällen liegt also ein »Mismatch« zwischen Job-Profil und individuellen Präferenzen vor, der sich in einer deutlich geringeren Arbeitszufriedenheit ausdrückt: Auf einer 5-Punkte-Zufriedenheitsskala macht es im Durchschnitt einen ganzen Punkt aus, ob jemand gerne oder ungerne flexibel arbeitet. Diese Diskrepanz entspricht etwa dem in anderen Studien gemessenen Unterschied in der Lebenszufriedenheit zwischen Erwerbstätigen und Arbeitslosen - nach Einschätzung der Forscher ein »alarmierendes Ergebnis«.

Bedürfnisse der Arbeitnehmer stärker berücksichtigen

Die allgemeine Arbeitszufriedenheit hängt also nicht allein von den Eigenschaften des Arbeitsplatzes ab, sondern auch davon, wie sehr diese Eigenschaften den Präferenzen des jeweiligen Arbeitnehmers entsprechen. Beschäftigte mit engen Vorgaben und wenig Verantwortung können grundsätzlich genauso zufrieden mit ihrer #Arbeit sein wie #Arbeitnehmer mit viel Flexibilität und viel Verantwortung.

Thomas Vollmoeller, CEO der XING AG: »Die neue #Arbeitswelt bedeutet Chance und Herausforderung zugleich. Unsere gemeinsame Studie zeigt eindrücklich, wie anspruchsvoll Recruiting und Personalentwicklung im deutschsprachigen Raum geworden sind. #Arbeitgeber müssen heute verstärkt darauf achten, dass Stellenprofile auch in Aspekten wie Flexibilität, Verantwortung und Autonomie zu den individuellen Präferenzen der Kandidaten passen. Coaching- und Mentoring-Angebote werden immer wichtiger und bieten sich in der Praxis an, wenn etwa einem Arbeitnehmer mehr Verantwortung oder Autonomie übertragen werden soll.«

Prof. Dr. Hilmar Schneider, Leiter des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA): »Der Trend zu mehr Verantwortung, Flexibilität und Autonomie ist nicht pauschal als positiv oder negativ zu bewerten. Unsere Ergebnisse zeigen: In der Arbeitswelt der Zukunft mit immer vielfältigeren Erwerbsformen und Tätigkeitsprofilen wird es noch mehr als bislang darauf ankommen, dass die Ausgestaltung des Jobs zu den individuellen Wünschen und Bedürfnissen passt.«

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