Aktuelle Umfrage: Jeder zweite deutsche Arbeitnehmer hat Angst vor einem Burnout

Der Dauerstress im #Job macht immer mehr deutschen Arbeitnehmern zu schaffen. Fast drei Viertel von ihnen haben das Gefühl, im Arbeitsalltag einer psychischen Belastung ausgesetzt zu sein, die nicht gut ist für die Gesundheit. Jeder Zweite ist der Ansicht, dass Stress die eigene Leistungsfähigkeit einschränkt. Und ebenso viele #Arbeitnehmer befürchten sogar, deshalb in einen #Burnout zu geraten. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag der Allianz.
Aktuelle Umfrage: Jeder zweite deutsche Arbeitnehmer hat Angst vor einem Burnout
Bild: djd/Allianz Deutschland AG/thx

Burnout-Gefahr: Viele Arbeitnehmer wollen Konsequenzen ziehen

Die Sorgen der Arbeitnehmer kommen nicht von ungefähr: Immerhin mehr als zwei Drittel der Befragten kennen Burnout-Patienten aus ihrem persönlichen Umfeld. Für viele Beschäftigte ist dies Warnung genug - etwa die Hälfte hat schon darüber nachgedacht, die #Arbeitszeit zu reduzieren oder gar den #Arbeitgeber zu wechseln. Gestresst durch ihren Job sind im Übrigen besonders jüngere Arbeitnehmer. Hauptgründe für die Belastung sind für viele Befragten das hohe Arbeitsaufkommen, Zeitdruck und Kollegen. Die Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari sieht Stress auch als Zeichen einer beschleunigten Lebenswelt: "Vielen Menschen fällt es schwer abzuschalten. Im Beruf erwarten Kollegen und Chefs, dass man schnell reagiert. Auch das Privatleben bietet oft keine Entspannung mehr, denn dank Facebook, WhatsApp und Co. sind viele permanent auf Abruf."

Stress im Job tabu - wie Chefs mit einer Versicherung helfen können

Die eigene psychische Belastung ist am Arbeitsplatz selbst aber kaum Thema: Nur etwa jeder Vierte der Befragten gibt an, darüber mit dem Vorgesetzten reden zu können. Ebenfalls nur etwa ein Viertel wendet sich an Kollegen. Spricht man doch über Stress im Job, tun dies 52 Prozent mit dem Partner, neun Prozent behalten Probleme sogar ganz bei sich. Um dies zu ändern, bieten nun auch Versicherungen Unterstützung bei seelischer Belastung. So beispielsweise der neue Baustein "VorsorgeExtra" der Allianz in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV): die "Krankenversicherung vom Chef" übernimmt unter anderem bei beruflichem Stress, aber auch bei privaten Problemen einmal pro Jahr die Kosten für ein dreimonatiges telefonisches Coaching. Da der Arbeitgeber die Versicherung bezahlt, ist die psychologische Begleitung für den Mitarbeiter kostenlos, gleichzeitig aber absolut vertraulich. Damit haben Arbeitgeber die Möglichkeit, effektiv etwas für die seelische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun und Burnout vorzubeugen, ohne auf Vorbehalte zu treffen. Da die Beratung zu jeder Zeit und von zu Hause aus möglich ist, soll die Hemmschwelle sinken, die Hilfe auch anzunehmen.

Telefonische Betreuung erwünscht

Arbeitnehmer sehen bei Stress im Job einen Psychologen nur bedingt als Anlaufstelle. 57 Prozent können sich laut der Ipsos-Umfrage im Auftrag der Allianz nicht vorstellen, einen persönlichen Termin zu vereinbaren. Deutlich niedriger ist die Hemmschwelle bei einer psychologischen Telefonbetreuung: 68 Prozent halten ein solches Angebot für hilfreich. "Unternehmen müssen sich bewusst sein, dass ihre Mitarbeiter größeren psychischen Belastungen ausgesetzt sind als noch vor 20 Jahren", so Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari. Wer hier offen für die Probleme der Mitarbeiter sei, trage viel zur Gesundheit im Betrieb bei. Weitere Infos zur "Krankenversicherung vom Chef", die etwa bei psychischen Problemen helfen kann, gibt es unter www.allianz.de/bKV.

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Profi an der Spritzpistole

Über die Schönheit von Graffitis auf Hauswänden lässt sich streiten - Sprayer erfreuen sich nicht immer großer Beliebtheit. Es sei denn, sie machen die Lust an der Farbgestaltung größerer Objekte zum #Beruf. Dazu muss man nicht in die Kunst gehen, auch beim #Fahrzeuglackierer ist Kunstfertigkeit gefragt. Eine neue Farbe für den Pkw, eine Intensiv-Pflegekur fürs Lackkleid oder ein individueller Schriftzug für ein Unternehmen: Der Fahrzeuglackierer ist der Profi, wenn es um die Bearbeitung und Gestaltung der Oberflächen von Fahrzeugen geht.
Profi an der Spritzpistole
Bild: djd/Kfzgewerbe

Umfassende Aufgaben bis hin zum perfekten Finish

Wer sich für die dreijährige #Ausbildung zum Fahrzeuglackierer interessiert, sollte nicht nur ein gutes Auge für Farben und Gestaltung, sondern auch physikalisch-technisches Verständnis mitbringen. Neben dem Finish, das mit der Spritzpistole aufgetragen wird, gehören zu dem Beruf eine ganze Reihe weiterer Tätigkeiten, die der #Lackierer weitgehend selbstständig durchführt. Bevor etwa ein ramponierter Kotflügel eine neue Farbe erhält, müssen Dellen ausgebeult, unter Umständen Roststellen entfernt sowie Grundierungen aufgetragen und fein verschliffen werden.

Nach erfolgreicher Lackierung erfolgt dann das Nachpolieren für den letzten Schliff. Auch die Versiegelung von Hohlräumen, die Montage und Demontage von Anbauteilen sowie der Kontakt mit Kunden, die Beratung suchen, gehört zu den Aufgaben. Um aus über 2.500 Lackrezepturen und Farbtönen genau die richtige zu finden, die zum Fahrzeug des Kunden passt, ist ein gutes Auge, viel Fingerspitzengefühl und Basiswissen in Chemie gefragt. Unter www.autoberufe.de gibt es mehr Informationen zu Ausbildung und Berufen rund um Fahrzeuge sowie eine Stellen- und #Azubi-Börse.

Fahrzeuggestaltung mit verschiedenen Techniken

Wenn es um die Herstellung von Schriftzügen oder anspruchsvollen Bildmotiven auf Fahrzeugoberflächen geht, dann kommen weitere Materialien und Geräte ins Spiel. Schablonen und Folien, Pinsel und Rollen oder Airbrush-Techniken: Nach der Ausbildung soll der Fahrzeuglackierer selbst beurteilen können, welche Aufgabe sich mit welchen Mitteln am besten lösen lässt.

Die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer

Wer Fahrzeuglackierer werden will, sollte laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe einen Haupt- oder Realschulabschluss oder Abitur mitbringen. Dazu sind ein paar weitere Fähigkeiten interessant:

- Interesse an Chemie und Mathematik
- gute Beobachtungsgabe, etwa für Unregelmäßigkeiten im Lack
- handwerkliches Geschick für die Montage und die Demontage von Bauteilen
- gute Augen-Hand-Koordination für die Führung der Lackierwerkzeuge
- Spaß am sorgfältigen und umsichtigen Arbeiten.

Mehr Informationen: www.autoberufe.de

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Vom 23. bis 25. März 2017 findet in Berlin der Deutsche Pflegetag statt

Eine der größten Herausforderungen für #Deutschland dürfte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten das Thema #Pflege sein. Einer wachsenden Zahl von Pflegebedürftigen steht ein zahlenmäßig begrenztes #Pflegepersonal gegenüber. Dem Thema Pflege wird sich die Politik deshalb verstärkt widmen müssen.
Vom 23. bis 25. März 2017 findet in Berlin der Deutsche Pflegetag statt
Bild: djd/Deutscher Pflegetag

Auch aus diesem Grund lautet das Motto des 4. Deutschen Pflegetages 2017 "Die Pflege hat die Wahl". Der vom 23. bis zum 25. März in Berlin stattfindende Pflegetag hat somit einen klaren Bezug zur diesjährigen Bundestagswahl. Wie stellt sich die Politik den Herausforderungen der Pflege? Welche Auswirkungen hat die Einführung der Pflegestärkungsgesetze II und III? Wie wirken sie sich auf die Pflege von Demenzerkrankten aus? Wie steht es um die Personalbemessung? Welche Qualitätskriterien werden zukünftig an Pflegedienstleister gestellt? Wie geht man mit schwarzen Schafen in der Branche um? Diese und andere aktuelle Themen prägen in Expertenbeiträgen, Diskussionsforen und Workshops das Programm. Weitere Informationen und Tickets gibt es unter www.deutscher-pflegetag.de. Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, wertet das Leitmotto als deutliches Zeichen an die Politik, dass die Pflegeprofession endlich Antworten auf die enormen Herausforderungen der Branche erwartet: "Mit 1,2 Millionen Wählerinnen und Wählern sind wir die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen. Unsere Themen werden wir auf dem Deutschen Pflegetag 2017 deutlich machen. Daran wird sich die Politik messen lassen müssen."

Erfahrungsaustausch innerhalb der Branche

Die Veranstaltung richtet sich an Manager, #Pflegefachkräfte, Pflegeschüler oder Pflegeinteressierte. Sie bietet mit dem umfangreichen Vortragsprogramm und der kundenorientierten Fachausstellung für Experten und Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Pflege und Gesellschaft eine Plattform zum intensiven Erfahrungsaustausch. Initiiert wird der Kongress vom Deutschen Pflegerat e.V. und der Schlüterschen Verlagsgesellschaft.

Anmelden und mitdiskutieren

Der Deutsche Pflegetag 2017 liefert ein vielfältiges Angebot: Bei den hochkarätigen Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Aktionsbühnen geht es um Themen wie Personalbemessung in der Pflege, Migranten für die Pflege, die vielen Gesichter der Demenz, pflegende Angehörige und vieles mehr. Onlineanmeldungen können noch bis zum 20. März 2017 auf www.deutscher-pflegetag.de/tickets vorgenommen werden. Eine Registrierung vor Ort ist ebenfalls möglich. Auf der Website erfährt man zudem alles zu Vortragszeiten, Veranstaltungsorten und Sonderkonditionen für Anreise und Übernachtung.

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IBM: Bis 2020 rund 30 Milliarden vernetzte Maschinen auf der Welt

Der US-Technologiekonzern #IBM erwartet bis zum Jahr 2020 rund 30 Milliarden digital vernetzte #Maschinen und Geräte auf der Erde. Derzeit werde der Großteil der produzierten Daten aber noch sehr wenig oder gar nicht genutzt, sagt IBM-Vizeforschungschef John Kelly bei der Eröffnung eines 200 Millionen Euro teuren neuen Forschungszentrums in München. Dort sollen künftig auf der Basis von IBMs Supercomputer «Watson» Lösungen für das Internet der Dinge entwickelt und Daten intelligent ausgewertet werden.
IBM: Bis 2020 rund 30 Milliarden vernetzte Maschinen auf der Welt

Mit seiner weltweiten «Watson»-Zentrale will IBM von München aus vor allem deutsche und europäische #Industrie-Unternehmen ansprechen. «Wir haben uns ganz bewusst entschieden, nach München zu gehen, in das Herz des industriellen Sektors», sagte Kelly.

Ein konkretes Beispiel für die Anwendung vernetzter Maschinen liefert die französische Bahn SNCF: Das Staatsunternehmen rüstet Züge und 30 000 Kilometer Gleise mit Sensoren aus, die Daten für die Wartung senden. Das ermöglicht den #Ingenieuren in den Reparaturwerkstätten, frühzeitig Probleme zu erkennen und Ersatzteile zu bestellen, noch bevor ein Defekt auftritt. «Die Wartungszyklen sind schneller und kürzer als in der Vergangenheit», sagte SNCF-Technikchef Raphael Viard bei der Veranstaltung.

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Gesetz für Lohngerechtigkeit: wichtiger Schritt oder zahnloser Tiger?

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat ihren Gesetzentwurf für mehr Transparenz bei den Gehältern als wichtigen Schritt für mehr #Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen verteidigt. Viele Frauen erführen derzeit nur durch Zufall, dass Männer auf der gleichen Position besser bezahlt würden, sagte Schwesig bei der ersten Lesung im Bundestag. Ein Anspruch auf Auskunft soll deshalb mehr Transparenz schaffen. «Es geht um die Anerkennung der Leistung von #Frauen.»
Gesetz für Lohngerechtigkeit: wichtiger Schritt oder zahnloser Tiger?

Derzeit beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen nach Schwesigs Angaben in Deutschland 21 Prozent. Dies liegt zum großen Teil daran, dass Frauen mehr #Teilzeit und in generell schlechter bezahlten #Jobs, etwa in Pflegeberufen, arbeiteten. Rechnet man diese Faktoren heraus, beträgt der Unterschied immer noch 7 Prozent.

Ein Auskunftsanspruch über die Kriterien der Bezahlung soll künftig in Betrieben ab 200 Beschäftigten gelten. Die Opposition kritisiert, dass damit weniger als die Hälfte aller Frauen in Betrieben erfasst würden. Auch Schwesig hatte ursprünglich den Auskunftsanspruch für alle Beschäftigten gewollt, das war mit der Union aber nicht zu machen.

Damit lasse Schwesig «die Mehrheit der Frauen im Regen stehen», sagte Cornelia Möhring für die Linksfraktion. Es wäre besser, wenn das Gesetz gar nicht vom Bundestag verabschiedet würde. Für die Grünen sagte Katja Dörner, der Gesetzentwurf sei ein «zahnloser Tiger». Er streue den Frauen «Sand in die Augen, weil nicht drin ist, was drauf steht.»

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Hoteliers bescheren Gastgewerbe steigende Umsätze

Dank florierender Geschäfte der Hoteliers hat das #Gastgewerbe im vergangenen Jahr höhere Umsätze verbucht. Die Erlöse stiegen 2016 bereinigt um Preiseffekte (real) um 0,9 Prozent gemessen am Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Nominal, also ohne Berücksichtigung von Preiseffekten, stand ein Plus von 2,9 Prozent. Damit übertraf das Gastgewerbe die Erwartungen des Branchenverbands Dehoga, der für das Gesamtjahr ein Plus von 2,5 Prozent vorhergesagt hatte. Die Zahl der #Beschäftigten kletterte wie bereits in den Vorjahren weiter um 0,4 Prozent.
Hoteliers bescheren Gastgewerbe steigende Umsätze

Verantwortlich für die Zuwächse waren vor allem die Hoteliers, die vom starken #Deutschland-#Tourismus profitierten. Trotz der Attentate von Würzburg und Ansbach im Sommer hatte es 2016 das siebte Rekordjahr in Folge gegeben. Die Hoteliers verzeichneten so ein reales Umsatzplus von 1,8 Prozent und ein nominale Steigerung von 3,6 Prozent.

«#Urlaub in der Heimat und #Städtereisen boomen», erklärte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. «Diese Entwicklung unterstreicht die Stärke der Binnenkonjunktur sowie die weiterhin hohe Konsum- und Reisefreude der Deutschen». Ebenso gehöre die Bundesrepublik zu den weltweit führenden Kongress- und Tagungsstandorten.

Die Gastwirte konnten den Erlös hingegen mit plus 0,2 Prozent kaum steigern (nominal 2,4 Prozent). Biergärten und andere Außengastronomen hatten gerade in der ersten Jahreshälfte unter durchwachsenem Wetter gelitten. Unter den Gastwirten machten Caterer und sonstige Verpflegungsdienste mit einem Zuwachs von real 1,3 Prozent relativ gute Geschäfte.

Im Dezember fiel der Umsatz im Gastgewerbe indes gemessen am Vorjahresmonat um real 0,9 Prozent. Bereits in den Vormonaten hatte es binnen Jahresfrist Rückgänge gegeben. Gemessen am November sank der Erlös kalender- und saisonbereinigt um real um 1,5 Prozent.

Dennoch bewegen sich die Geschäfte des Gastgewerbes auf hohem Niveau. 2015 hatte die Branche zum Vorjahr nominal den höchsten Zuwachs seit 1994 und das größte reale Plus seit 2011 verbucht. Die Berechnungen berücksichtigen Firmen mit mindestens 150 000 Euro Jahresumsatz.

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Siemens will in Tübingen mehr als die Hälfte der Jobs streichen

Der Elektrokonzern #Siemens will an seinem #Standort in #Tübingen mehr als die Hälfte der #Arbeitsplätze streichen. Die Montage von Motoren soll komplett nach Tschechien verlagert, ein Teilbereich an #Zulieferer gegeben werden. Das Getriebemotorengeschäft schreibe seit längerem deutliche Verluste, hieß es vom #Konzern zur Begründung. Der Bereich habe mit Größennachteilen gegenüber Wettbewerbern wie etwa SEW Eurodrive in Bruchsal zu kämpfen. Die Zahl der #Mitarbeiter soll deshalb bis Frühjahr 2020 von derzeit 580 auf 250 reduziert werden.
Siemens will in Tübingen mehr als die Hälfte der Jobs streichen

Die Belegschaft war am Donnerstag informiert worden. Die Mitarbeiter reagierten nach Gewerkschaftsangaben schockiert. Bei der Mitarbeiterversammlung hätten einige Tränen in den Augen gehabt, spontan hätten sie sich zu einer Kundgebung vor dem Werk versammelt.

Die erste Bevollmächtigte der IG Metall Reutlingen-Tübingen, Tanja Grzesch, reagierte mit Unverständnis auf die Ankündigung. #Betriebsräte und #Gewerkschaft hätten in der Vergangenheit immer wieder auf erhebliches Verbesserungspotenzial für den Bereich hingewiesen und sich gesprächsbereit gezeigt. Obwohl der Konzern betonte, der Standort werde nicht geschlossen, macht sich Grzesch Sorgen um die Zukunft des Werks in Tübingen.

Die Sparte, die derzeit leistungsstarke Motoren für die Rohstoffindustrie und Fabrikautomatisierung herstellt, soll sich stärker auf die Fördertechnik ausrichten, die in der Autoindustrie und im Maschinenbau zum Einsatz kommt. Das traditionsreiche Werk war erst 2005 von Siemens übernommen worden. Das Getriebemotorengeschäft gehört eigentlich zur zukunftsträchtigen Sparte Digitale Fabrik von Siemens, kämpft aber bereits seit Jahren mit roten Zahlen. Der Wettbewerbs- und Preisdruck habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft, hieß es vom Unternehmen.

Der Betriebsrat will den #Stellenabbau allerdings nicht kampflos schlucken. Der Betriebsratsvorsitzende Ismayil Arslan will versuchen, den Verlust von Arbeitsplätzen in den Verhandlungen abzumildern. Siemens will nach eigenen Angaben einen Interessensausgleich und Sozialplan verhandeln. Möglichkeiten seien Altersteilzeit-Regelungen, Versetzungen innerhalb des Konzerns, aber auch freiwillige Aufhebungsverträge und Weiterbildung. Die Verhandlungen sollen zeitnah beginnen.

Unter Führung von Konzernchef Joe Kaeser hat Siemens in den vergangenen Jahren einen radikalen Wandel durchlaufen, bei dem auch Tausende Jobs wegfielen. Kaeser hatte den Umbau zwar für abgeschlossen erklärt, zugleich aber deutlich gemacht, dass das Unternehmen reagieren müsse, wenn es in einzelnen Geschäften Handlungsbedarf gebe.

Zuletzt strich Siemens in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe an mehreren deutschen Standorten - vor allem in Bayern - rund 1700 Stellen. Diese baut etwa Getriebe, Motoren, Antriebe und Kupplungen für die Öl-, Gas- und Bergbauindustrie. Die Einschnitte hatte Siemens vor allem mit der Nachfrageflaute in der Öl- und Gasbranche begründet. Der Konzern beschäftigt in Deutschland insgesamt 113 000 Mitarbeiter, davon gut 10 000 in Baden-Württemberg, unter anderem in Stuttgart, Karlsruhe oder Mannheim.

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Karriere in der Wissenschaft blockiert oft Kinderwünsche

Fast neun von zehn jungen Wissenschaftlern in #Deutschland wünschen sich Kinder, schieben ihre Familienplanungen aber häufig wegen zu geringer beruflicher Sicherheiten auf die lange Bank. Das geht aus dem dritten «Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs» hervor, den Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) in Berlin vorstellte. Zugleich verdeutlicht der Report, dass die Zahl hauptberuflicher #Nachwuchskräfte an den #Hochschulen seit dem Jahr 2000 von gut 82 000 auf fast 145 000 (plus 76 Prozent) gestiegen ist - trotz teilweise sehr wackeliger Karrierewege mit weit überwiegend befristeter #Beschäftigung (2014: 93 Prozent).
Karriere in der Wissenschaft blockiert oft Kinderwünsche

In einer Befragung des sogenannten wissenschaftlichen Nachwuchses - also bei Promovierenden oder Post-Doktoranden an Hochschulen und außeruniversitären #Forschungseinrichtungen - gaben «nur 12 Prozent der Kinderlosen an, keinen Kinderwunsch zu haben». Berufliche Gründe seien «zentral für das Aufschieben von Kinderwünschen», heißt es in dem alle vier Jahre erstellten Bericht. «Endgültige Kinderlosigkeit» sei beim wissenschaftlichen Nachwuchs mit geschätzt gut 40 Prozent häufiger als bei anderen Hochschulabsolventen (25 Prozent).

Die Bildungsgewerkschaft GEW bezeichnete die Befunde des Berichts zu #Wissenschaft und Familienplanung als «dramatisch». «Bund, Länder und Wissenschaftseinrichtungen müssen jetzt endlich die Weichen für eine familienfreundliche Wissenschaft stellen», forderte der stellvertretende GEW-Vorsitzende Andreas Keller. Befristet beschäftigte Nachwuchsforscher müssten sich «darauf verlassen können, dass ihr Arbeitsvertrag tatsächlich verlängert wird, wenn sie Kinder betreuen». DGB-Vizechefin Elke Hannack verlangte eine «Entfristungsoffensive». Nur bei attraktiven Bedingungen habe Wissenschaft in Deutschland eine Zukunft. «Und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und akademischer Laufbahn gehört dazu.»

Bundesministerin Wanka nannte den wissenschaftlichen Nachwuchs «eine unverzichtbare Größe unserer Wissensgesellschaft». Sie verwies auf mehrere Initiativen der schwarz-roten Regierung in der zu Ende gehenden Legislaturperiode. «Fehlentwicklungen in der Befristungspraxis» mit oft sehr kurzfristigen Ketten-Verträgen sei die Regierung mit einer Reform des Wissenschaftszeitvertrages entgegengetreten. Mit dem Bund-Länder-Programm für Professorenstellen nach einer Bewährungsphase (Tenure Track) würden «transparentere und besser planbare Karrierewege» geschaffen, betonte Wanka. Der Bericht zeige in puncto Vereinbarkeit von Karriere und Familie, «dass wir mit dem Tenure-Track-Programm an der richtigen Stellschraube ansetzen».

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, sagte zu den Ergebnissen des Berichts: «Wir verschenken enorme Potenziale, indem wir immer noch vielen jungen Menschen keine guten Perspektiven im Wissenschaftssystem bieten. (...) Wenn wir aber weniger Befristungen und bessere Karrierewege wollen, dann müssen wir den Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch das Geld, das sie brauchen, verlässlich zur Verfügung stellen.»

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Wolfspeed-Übernahme durch Infineon gescheitert

Nach dem Veto der US-Behörden hat sich die Übernahme des Halbleiterspezialisten Wolfspeed durch den deutschen Chipkonzern Infineon endgültig zerschlagen. Der Wolfspeed-Mutterkonzern Cree erklärte den 850 Millionen Dollar (796 Mio Euro) teuren Verkauf für gescheitert.
Wolfspeed-Übernahme durch Infineon gescheitert

Vor einer Woche hatte die US-Regierung die Unternehmen informiert, das im Juli 2016 eingefädelte Geschäft als Risiko für die nationale Sicherheit einzustufen. Zunächst hatten Cree und Infineon noch den Versuch angekündigt, die Behörden umzustimmen. Man habe jedoch keine Alternativen finden können, hieß es nun.

«Wir sind enttäuscht, dass der Wolfspeed-Verkauf an Infineon nicht abgeschlossen werden kann», teilte Cree-Chef Chuck Swoboda mit. Er kündigte an, den Fokus jetzt wieder auf das Wachstum der Sparte richten zu wollen. Zudem stellte sein Konzern Infineon eine Ausfallgebühr in Höhe von 12,5 Millionen Dollar in Rechnung.

Infineon-Chef Reinhard Ploss hatte die Wahrscheinlichkeit, dass der Zukauf noch zustande kommt, bei der Hauptversammlung in München zuvor bereits als «extrem gering» bezeichnet. Die Anleger reagierten besorgt. «Das war jetzt keine gute Nachricht», sagte Aktionärsschützerin Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

Autowerkstätten haben es schwer

Für die deutschen #Autobauer war 2016 auch auf dem Heimatmarkt ein erfreuliches Jahr. In Deutschland wurden 3,35 Millionen Neuwagen verkauft, so viele wie seit sieben Jahren nicht mehr. Der Aufschwung in der Branche, ausgelöst durch eine gute #Beschäftigung, Einkommenszuwächse und niedrige Zinsen, hat auch die Umsätze des Kfz-Gewerbes noch oben getrieben.
Autowerkstätten haben es schwer

Doch zugleich ist die Zahl der Autowerkstätten im vergangenen Jahr spürbar gesunken - um 1,7 Prozent oder 660 #Betriebe auf 37 740. Auch die Mitarbeiterzahl ging zurück, um 1,2 Prozent auf 455 500. Diese Zahlen stellte der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Jürgen Karpinski, in Berlin vor. Der Verband vertritt die Interessen der Kfz-Meisterbetriebe.

Vor 15 Jahren waren es noch 8000 Werkstätten mehr. In den Jahren 2014 und 2015 schien der negative Trend gestoppt, nun hat er sich wieder verstärkt. Als Hauptgründe dafür nennt Karpinski einen «weiter fortschreitenden Konzentrationsprozess» und die «Bereinigung der Händlernetze durch #Hersteller und #Importeure».

Die Zahlen zeigen in der Tat: Es waren fast ausschließlich Markenwerkstätten, die 2016 geschlossen wurden. 650 solcher Unternehmen, die an ein Fabrikat gebunden sind, gaben auf, aber nur 10 sogenannte freie Werkstätten. Für die Autofahrer bedeutet das unterm Strich, weniger Werkstätten zur Auswahl zu haben, bei denen sie eine Inspektion oder Reparatur machen lassen können.

Für die Unternehmen, die der Schrumpfung nicht zum Opfer fallen, bedeutet das im Umkehrschluss mehr Aufträge und eine höhere Auslastung. Rund 70 Millionen Werkstattaufträge waren es im vorigen Jahr. Lohn, Ersatzteile und Zubehör in den Werkstätten summierten sich auf 32 Milliarden Euro, ein Plus von 5,6 Prozent.

Eine Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) hatte schon 2015 einen Trend zu größeren Werkstätten festgestellt. Es sei zu erwarten, dass in zehn Jahren im Durchschnitt jeder Betrieb sich um ein Fünftel mehr Autos kümmert als heute. Die Werkstätten würden unter anderem deshalb immer größer, weil sie mehr in teure Diagnosegeräte und Spezialwerkzeuge investieren müssten.

Ein anderes Problem sieht der Bundesinnungsmeister des Kfz-Handwerks, Wilhelm Hülsdonk. Nach seinen Worten balgen sich «immer mehr hungrige Katzen um den Milchtopf», will sagen: Internet-Vermittlungsportale, Reifenketten oder Kfz-Versicherer drängen sich in das Werkstattgeschäft hinein. Da werde mit «unauskömmlichen Festpreisen» für Dienstleistungen rund ums Auto geworben. Die Werkstätten ließen sich zum Teil auf eine Zusammenarbeit mit diesen Preisdrückern ein, weil sie sonst ihre Kunden nicht halten könnten. Dagegen helfe nur, die Kunden von der guten Qualität der Meisterbetriebe zu überzeugen.

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