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Verdi stellt Bedingungen für Tarifverhandlungen

Karstadt kaufhof dpa

Im Streit über die künftige Bezahlung der Beschäftigten beim neuen Warenhausriesen Galeria Karstadt Kaufhof hat die Gewerkschaft Verdi zahlreiche Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag gestellt. So soll sich das Unternehmen verbindlich zur Rückkehr in den Flächentarifvertrag verpflichten. «Die Beschäftigen lassen sich nicht einfach die Pistole auf die Brust setzen. Und sie wollen wissen, dass sich ihre Investitionen in das Unternehmen auch auszahlen», sagte der Verdi-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel, Orhan Akman, am gestrigen Dienstag (13. August).

Verdi verlangt Standort- und Beschäftigungsgarantien sowie Investitionszusagen von Warenhaus-Eigentümer René Benko. Einen Eingriff in die aktuellen Vergütungen der vergleichsweise gut bezahlten Kaufhof-Beschäftigten lehnt die Gewerkschaft dagegen ab und fordert stattdessen deutliche Tarifsteigerungen für die Karstadt-Mitarbeiter. Eine tarifliche Lösung soll außerdem nicht nur für Kaufhof und Karstadt gelten, sondern auch für die Tochterunternehmen Karstadt Sports und Karstadt Feinkost. Die Führungsspitze von Karstadt-Kaufhof hatte dagegen erst vor kurzem die Forderung nach einem auf «die speziellen Bedürfnisse der Warenhäuser zugeschnittenen gemeinsamen Warenhaustarifvertrag» bekräftigt. Sie dringt auf eine rasche Angleichung der Bezahlung bei Kaufhof und Karstadt, was konkret mehr Geld für Karstadt-Beschäftige, aber weniger für Kaufhof-Mitarbeiter bedeuten würde. Sollte es nicht zur Einigung mit Verdi kommen, droht die Konzernspitze mit einem rechtlichen Zusammenschluss der Unternehmen, sodass der Karstadt-Sanierungstarifvertrag für alle Mitarbeiter gelten würde. Das würde automatisch eine rund elfprozentige Entgeltabsenkung für alle Kaufhof-Mitarbeiter bewirken, so der Konzern. (Text: dpa)