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Gegen Verkauf des Lufthansa-Caterings

Lsg sky catering dpa

Der geplante Verkauf der Lufthansa-Catering-Sparte LSG Sky Chefs sorgt weiterhin für Unruhe unter den Beschäftigten. Am Dienstagmittag (3. September) fanden bundesweit an sechs LSG-Standorten zeitgleich Betriebsversammlungen statt, auf denen Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi über den aktuellen Stand der Gespräche mit dem Konzern berichten wollten.

Allein in Frankfurt sollten 3500 Beschäftigte zusammenkommen. Lufthansa hatte vorsorglich seine Gäste vor möglichen Einschränkungen bei der Bordverpflegung gewarnt. Für die nächsten Tage sind weitere Proteste auch mit US-amerikanischen und britischen LSG-Kollegen geplant. Laut Verdi soll es am Montag erste Zugeständnisse der Lufthansa in Fragen der Absicherung der Betriebsrenten gegeben haben. Die Lufthansa müsse Haupteigentümerin der LSG bleiben, verlangte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle erneut. Nur in diesem Fall könnten die Käufer an nachhaltige Standards gebunden werden. Behle forderte die Lufthansa auf, einen potenziellen Käufer nur zum Zuge kommen zu lassen, wenn dieser sich vertraglich verpflichte, die Arbeitsplätze zu erhalten und bestehende Sozialstandards zu sichern. Der Lufthansa-Konzern hat die Tochter LSG Sky Chefs mit weltweit rund 35 000 Mitarbeitern offiziell zum Verkauf gestellt. Sie will aber weiterhin die Dienstleistungen der LSG in Anspruch nehmen. Das Unternehmen steckt in einer Sanierung und hat trotzdem im vergangenen Jahr mit einem operativen Gewinn von 115 Millionen Euro eines der besten Ergebnisse seiner Geschichte erzielt. Bereits gegen die Verlagerung von Küchen nach Tschechien hatte Verdi protestiert. In Deutschland sind rund 7000 Menschen bei der LSG beschäftigt. Zu Einzelheiten der laufenden Verhandlungen mit Kaufinteressenten wollte sich ein Lufthansa-Sprecher nicht äußern. Es sei aber klar, dass die Beschäftigten in den Prozess eingebunden blieben. (Text: dpa)