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Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Geld für Beschäftigte der Post

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Angesichts der guten Geschäftsentwicklung bei der Deutschen Post AG fordert die Gewerkschaft Verdi für die rund 140 000 Tarifbeschäftigten Einkommenserhöhungen von 5,5 Prozent. Der Post-Konzern habe sein Ergebnis in der Corona-Pandemie deutlich steigern können, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis am gestrigen Montag (10. August).

Daran hätten vor allem die Beschäftigten, die Briefe und Pakete bearbeiten, einen wesentlichen Anteil. Sie hätten in den vergangenen Wochen und Monaten bis zu 40 Prozent mehr Paketvolumen bewältigt. «Unsere Mitglieder erwarten eine deutliche und nachhaltige Tariferhöhung», sagte Kocsis nach dem Beschluss der Verdi-Tarifkommission in Fulda. Das habe eine Befragung der Verdi-Mitglieder bei der Post gezeigt. Ein neuer Tarifvertrag soll ein Laufzeit von zwölf Monaten habe. Die Ausbildungsvergütungen sollen um monatlich 90 Euro steigen. Verdi hat den laufenden Tarifvertrag zum 31. August gekündigt, dann endet auch die Friedenspflicht. Die Tarifverhandlungen sollen am 28. August 2020 aufgenommen werden. Die Deutsche Post DHL hatte in der vergangenen Woche gute Geschäftszahlen für das vergangene Quartal gemeldet. Insgesamt legte der Umsatz des Logistikriesen zwischen April und Juni um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro zu. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn erhöhte sich sogar um 14,6 Prozent auf 525 Millionen Euro. Wachstumstreiber war insbesondere der E-Commerce-Boom in der Corona-Krise, der das Paketgeschäft anheizte. (Text: dpa)