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Tarifverhandlungen erneut vertagt

Dachdecker
Foto: dpa

Am 7. Oktober 2020 fand in Wiesbaden die zweite Runde der Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen im Dachdeckerhandwerk statt. Die Tarifkommission des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) machte dabei auf Arbeitgeberseite das Angebot, die Rentenbeihilfe im Dachdeckerhandwerk dauerhaft zu sichern und sogar deutlich aufzustocken.

Damit wird ein deutliches Zeichen der Wertschätzung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dachdeckerbetrieben gesetzt, aber auch ein wichtiger Beitrag zur Attraktivität des Berufs geleistet. Zur Finanzierung ist eine Erhöhung des Sozialkassen-Beitrags im Bereich der Zusatzversorgungskasse des Dachdeckerhandwerks (ZVK) um ca. 2,2 Prozent nötig. ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk machte als Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite aber auch klar, dass es darüber hinaus in diesen für die Betriebe unsicheren Zeiten keinen Spielraum für Tariflohnerhöhungen geben könne. Die Arbeitnehmerseite hatte von sich aus zu Beginn der Verhandlungen deutlich gemacht hat, dass es ihr diesmal wesentlich auf die Sicherung einer guten Altersvorsorge ankomme. Der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Carsten Burckhardt forderte trotzdem neben der Rentensicherung eine deutliche Anhebung der Löhne und Gehälter um mindestens 3,5 Prozent für den Fall, dass die Laufzeit des neuen Tarifvertrags über den 30. Juni 2021 hinausgehe. Da hier keine Einigung zu erzielen war, wurden die Tarifverhandlungen vertagt. (Text: ZVDH)