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Mitarbeiter in Druckereien bekommen mehr Geld

Zeitungsdruck dpa

Mehr als 130 000 Beschäftigte in der Druckindustrie bekommen ab sofort mehr Geld. In der Nacht zum gestrigen Freitag (3. Mai) haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter in drei Schritten geeinigt, wie beide Parteien am Freitag mitteilten. Rückwirkend zum 1. Mai dieses Jahres steigen die Löhne demnach um 2,4 Prozent, ab dem 1. Juni 2020 noch einmal um 2,0 Prozent und ab dem 1. Mai 2021 um weitere 1,0 Prozent. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis zum 31. August 2021.

Der Manteltarifvertrag, der die grundlegenden Arbeitsbedingungen in den Unternehmen regelt, bleibt dagegen unverändert und tritt für zwei weitere Jahre in Kraft - ein Punkt, den die Gewerkschaft für sich verbucht. «Wir haben nicht lockergelassen und konnten so massive Verschlechterungen und die Spaltung der Belegschaften verhindern und einen akzeptablen Lohnabschluss erzielen», zitiert Verdi ihren Verhandlungsführer Frank Werneke. Die Arbeitgeberseite hält die Vereinbarungen dagegen für überholt und praxisfern. BVDM-Verhandlungsführer Sönke Boyens sagte laut Mitteilung: «Wir bedauern es sehr, dass Verdi sich aktuell einer modernen Gestaltung der Arbeitsbedingungen verweigert hat.» Die Tarifparteien hätten sich aber darauf geeinigt, den Manteltarifvertrag (MTV) bis zum 30. April 2021 neu zu verhandeln. «Damit hat Verdi erstmals eine Bereitschaft zur Reform des MTV nicht kategorisch ausgeschlossen», heißt es in der BVDM-Mitteilung. (Text: dpa)