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Mehr als 200 Aktionen zur Chemie-Tarifrunde geplant

Chemieindustrie dpa zentral

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) will den Druck in den Tarifverhandlungen für die Chemie- und Pharmaindustrie erhöhen. Für die kommende Woche vom 4. bis zum 8. November werden zu mehr als 200 Protestaktionen mehr als 50 000 Teilnehmer erwartet, wie die Gewerkschaft am 30. Oktober in Hannover mitteilte.

Bislang steht ein Angebot der Arbeitgeber für die rund 580 000 Beschäftigten der Branche noch aus. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 21./22. November in Wiesbaden angesetzt. «In der ersten bundesweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber nicht viel beigesteuert außer Wehklagen», erklärte der Verhandlungsführer der IG BCE, Ralf Sikorski. Die Gewerkschaft fordert neben einem spürbaren Lohnplus unter anderem ein sogenanntes Zukunftskonto von jährlich 1000 Euro sowie eine Zusatzversicherung für die Pflege und mehr Angebote zur Qualifizierung. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) verweist hingegen darauf, dass die Branche für 2019 einen Umsatzverlust von fünf Prozent erwarte. Die Industrie befinde sich in einer Rezession. «Wenn die Branche schrumpft, können die Entgelte nicht steigen», sagte der BAVC-Verhandlungsführer Georg Müller. (Text: dpa)