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Flexiblere Regeln für Beschäftigung von Saisonkräften

Erntehelfer dpa
Foto: dpa

Wegen der Corona-Krise sollen Regelungen für den Einsatz ausländischer Saisonkräfte in der Landwirtschaft auch in diesem Jahr flexibler gestaltet werden. Bis Ende Oktober sollen Helfer 102 statt 70 Tage sozialversicherungsfrei beschäftigt werden können, wie das Bundeskabinett am 31. März beschloss.

Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) sagte, wenn ausländische Saisonkräfte länger in den Betrieben bleiben dürften, reduziere das den Personalwechsel und die Mobilität. Dies sei ein Beitrag zur Pandemiebekämpfung und helfe zugleich bei Ernte und Aussaat. So sei auch in diesem Jahr eine gute Versorgung mit heimischen Produkten sichergestellt. Der Bundestag soll voraussichtlich nach Ostern über die Pläne beraten. Bereits im vergangenen Jahr hatte es eine ähnliche Regelung mit einer Verlängerung bis auf 115 Tage gegeben. Vor allem im Obst- und Gemüseanbau sind Landwirte stark auf Saisonkräfte angewiesen. Klöckner betonte: «Die Ausweitung muss eine pandemiebedingte Ausnahme sein, darf keine Dauerregelung werden.» Bauernpräsident Joachim Rukwied sprach von einem «wichtigen Signal». Der Zentralverband Gartenbau erklärte, die Betriebe steckten mitten in der Vorbereitung für die Saison und könnten nun besser planen. Für Unterbringung und Arbeitsschutz hätten die Unternehmen im vergangenen Jahr Hygienekonzepte erarbeitet. Diese gelte es weiter umzusetzen. Die Grünen warfen der Bundesregierung Sozialdumping zulasten europäischer Saisonkräfte vor. (Text: dpa)